Dipl.-Jur. Philipp Guttmann, LL. B.

Parteifähigkeit

Gesetze: §§ 1, 21 BGB, § 50 ZPO
Rechtsgebiet: Zivilprozessrecht

Definition und Erklärung

Parteifähig ist, wer rechtsfähig ist (§ 50 I ZPO). Natürliche Personen sind ab Vollendung der Geburt rechtsfähig (§ 1 BGB). Juristische Personen wie der rechtsfähige Verein (§ 21 BGB), die GmbH (§ 13 I GmbHG), die AG (§ 1 I 1 AktG), die OHG (§ 124 I HGB) und die KG (§§ 161 II, 124 I HGB) sind ebenfalls rechtsfähig. Auch der nicht rechtsfähige Verein kann klagen und verklagt werden, ist also parteifähig (§ 50 II ZPO). Darüber hinaus ist die Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) in Form der Außen-GbR rechts- und damit parteifähig (BGH, Urt. v. 29.01.2001, Az.: II ZR 331/00). Die Parteifähigkeit ist Voraussetzung für die Zulässigkeit einer zivilrechtlichen Klage.

Verweise

  • Gesetzestexte auf dejure.org: §§ 1, 21 BGB, § 50 ZPO